zwischenablage011Nach Berichten des Wall Street Journal plant Microsoft für Netbooks eine Windows XP-Lizenz für lediglich 15 US-Dollar. Zudem wird es eine sehr abgespeckte Variante von Windows 7 Starter speziell für Netbooks geben. Damit trage der US-Softwarehersteller dem Umstand Rechnung, dass Netbooks besonders preiswert sein müssten, um sich verkaufen zu können.

Jedoch reagiert Microsoft mit dem niedrigen Preis auch auf die Herausforderung durch preisgünstigere Linux-Betriebssysteme, die speziell bei Netbooks auf dem Vormarsch sind.

Diese, in ihrem Umfang einer Windows XP Home Edition vergleichbare Ultra-Low-Cost-PC-Lizenz (ULCPC-Lizenz), belaste allerdings die Gewinnentwicklung des Unternehmens, da Windows XP für Heimrechner üblicherweise für 50 bis 60 Dollar verkauft würde. Das Problem werde jedoch durch den Umstand relativiert, dass Netbooks meist Zweit- oder Drittrechner seien.

Das aktuelle Betriebssystem Windows Vista hat sich hingegen auf Netbooks mangels unzureichender Arbeitsspeicherkapazität von einem GByte als zu langsam erwiesen.

Die nun eingesetzte ULCPC-Version arbeite störungsfrei, sei aber in ihrer Leistungsfähigkeit im Vergleich zu gängigen XP-Versionen eingeschränkt.

Mit der Einführung von Windows7 werde auf Netbooks die Starter Edition eingesetzt, die stabiler und schneller laufen werde als Windows Vista, jedoch keine Aero-Oberfläche mit transparenten Fensterrahmen habe, nur drei Anwendungen gleichzeitig zu öffnen seien und das Hintergrundbild nicht änderbar sei.

Schön mit anzusehen, dass auch der Monopolist Microsoft durch Linux bzw. Googles Android Betriebssystem unter Druck gesetzt wird, und die Preise drastisch senkt.